Berudite

Die besten Bücher 2025: 8 Romane und Memoirs, die beeindrucken

Mein Lesejahr 2025 war eines meiner besten überhaupt. Ich habe so viel gelesen wie seit Beginn der Pandemie nicht mehr. Der Fokus lag klar auf literarischer Fiction, ergänzt durch einige Memoirs und wenige Sachbücher.

Die folgenden Bücher gehören alle zu meinen persönlichen Highlights. Jedes davon hat mich auf seine eigene Weise überzeugt. Es sind die Bücher, die ich mit fünf Sternen bewertet habe, über die ich in meinem Umfeld immer wieder spreche und über die ich auch nach dem Lesen noch lange nachgedacht habe.

Die besten Bücher 2025

LucyJamaica Kincaid

Lucy von Jamaica Kincaid
Macmillan USA

Mein erstes Buch im Jahr und direkt ein Volltreffer.

Der Roman erzählt die Geschichte einer jungen Frau aus der Karibik, die als Au-pair in die USA kommt und sich mit Fragen von sexueller Identität, Herkunft, Migration und Selbstbestimmung auseinandersetzt.

Die Sprache ist unglaublich präzise und schafft starke Bilder. Kincaid gelingt es, Figuren zu zeichnen, die sich real und greifbar anfühlen. 

Das Ende ist unspektakulär und gerade deshalb so wirkungsvoll. Es hat mich den Tränen nahegebracht. Ein Buch, das ich definitiv noch einmal lesen möchte.

Down the Drain – Julia Fox

Down the Drain von Julia Fox
HarperCollins

Ein Memoir, das sich wie ein Gespräch mit einer guten Freundin anfühlt.

Julia Fox liest das Hörbuch selbst, was das Ganze noch intensiver macht. Sie erzählt offen, ungefiltert und oft überraschend ehrlich von ihrem Leben.

Besonders beeindruckend ist, wie selbstverständlich sie extreme Erfahrungen, darunter Drogenkonsum und toxische Beziehungen, in ihre Geschichte integriert. Vieles ist schwer, manches verstörend, aber nie inszeniert.

Interessanterweise wirkt der Abschnitt über Kanye West gegen Ende fast unspektakulär im Vergleich zu ihren restlichen Erlebnissen. 

Ich konnte kaum aufhören, das Hörbuch zu hören und davon meinen FreundInnen das Ohr abzukauen. 

Hot Milk – Deborah Levy

Hot Milk von Deborah Levy
Penguin Books Ltd

Ein Roman mit einer ganz eigenen Atmosphäre.

Die Geschichte spielt in einer leicht surreal wirkenden mediterranen Umgebung und folgt einer jungen Frau, die versucht, sich selbst zu verstehen und von ihrer Mutter zu lösen.

Der Ton ist oft sarkastisch, die Figuren teilweise albern, aber genau das machte es für mich zum perfektem Beach-Read. 

Hot Milk behandelt ernste Themen wie familiäre Abhängigkeit, Sexualität und Krankheit, eingebettet in eine leichte, fast träumerische Sommerstimmung.

Call Me By Your Name – André Aciman

Call Me By Your Name von André Aciman
Macmillan USA

Eine der intensivsten Liebesgeschichten, die ich je gelesen habe.

Der Roman erzählt von einem Sommer in Italien, von erster Liebe, Sehnsucht und Erinnerung.

Ich habe bereits eine ausführliche Rezension dazu geschrieben. Wenn du eine tiefere Rezension lesen möchtest, findest du sie hier auf dem Blog.

Kurz gesagt: ein Buch für alle, die ruhige, feinfühlige Liebesgeschichten mögen und keine Angst vor emotionaler Tiefe haben. Absolut lesenswert.

Das gelbe Haus – Mieko Kawakami

Das gelbe Haus von Mieko Kawakami
DuMont

Ein Roman, der mich vor allem durch sein Setting überzeugt hat.

Die Geschichte spielt in einem von Armut geprägten Nachtleben in Tokio und folgt einer jungen Frau, die versucht, ihren Platz in dieser Welt zu finden.

Besonders stark ist die Darstellung von Freundschaft und die Rolle von Geld. Kawakami schafft es, die Entscheidungen ihrer Figuren nachvollziehbar zu machen, selbst wenn sie moralisch ambivalent sind. Man beginnt wirklich, mit den Figuren mitzufiebern bei ihrem Ziel, ihrem Umfeld zu entkommen.

Es ist das längste Buch auf dieser Liste, liest sich aber überraschend flüssig und schnell. 

Einer der eindrücklichsten Romane meines Lesejahres.

Erinnerung eines Mädchens – Annie Ernaux

Erinnerung eines Mädchens von Annie Ernaux
Suhrkamp

Annie Ernaux trifft mit ihrer Sprache direkt.

Der Roman erzählt von einer prägenden Erfahrung in der Jugend und den langfristigen Auswirkungen auf ihre Persönlichkeit und ihre Selbstwahrnehmung.

Viele Gedanken und Gefühle waren für mich überraschend nahbar. Besonders dieses Gefühl, sich selbst noch nicht zu kennen. Sich über andere, insbesondere über erste Beziehungen, zu definieren.

Für mich kommt dieses Buch direkt nach Die Jahre, das ich weiterhin als ihr stärkstes Werk empfinde. Trotzdem ein sehr eindringlicher Text.

Stoner – John Williams

Stoner von John Williams
Random House LLC US

Ein Roman, der völlig ohne große Dramatik auskommt und gerade deshalb so stark ist.

Die Geschichte folgt nicht einem „Stoner“, wie der Titel vermuten lässt, sondern dem Protagonisten William Stoner. Über sein gesamtes Leben hinweg. Karriere, Ehe und Beziehungen werden ruhig und präzise erzählt.

Besonders beeindruckt hat mich die Darstellung seiner Ehe und deren Auswirkungen auf das gemeinsame Kind. Nichts wirkt überzogen oder konstruiert. Es fühlt sich einfach wie ein echtes Leben an.

Carol – Patricia Highsmith

Carol von Patricia Highsmith
Bloomsbury Academic

Ein wunderschöner Abschluss meines Lesejahres.

Die Geschichte einer verbotenen Liebe zwischen zwei Frauen. Erzählt in einer Zeit, in der solche Geschichten keinen Platz hatten.

Ich habe Teile des Buches über Weihnachten gelesen, was die Atmosphäre noch verstärkt hat.

Highsmith verwebt verschiedene Handlungsstränge sehr elegant. Beziehungen, gesellschaftlicher Druck und persönliche Entscheidungen greifen nahtlos ineinander.

Eine mutige und gleichzeitig sehr fein erzählte Geschichte.

Fazit: Die besten Bücher 2025

Die besten Bücher 2025
Quelle siehe oben

Das waren meine besten Bücher 2025.

Ob durch Sprache, Atmosphäre oder die gezeichneten Figuren. Diese Bücher haben mich berührt und beeindruckt.

Wenn du nach neuen Leseempfehlungen suchst, findest du hier vielleicht dein nächstes Buch.

Und wenn du möchtest: Ich schreibe gerne auch noch über die enttäuschendsten Bücher des Jahres.

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