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Berudite

Cleopatra und Frankenstein Rezension: Ist das schöne Cover auch ein gutes Buch?

Ich weiss, der Hype um Cleopatra und Frankenstein von Coco Mellors ist längst vorbei. Inzwischen ist mit Blue Sisters sogar ihr zweiter Roman erschienen, der ebenfalls wochenlang durchs Internet gereicht wurde.
Nachdem ich in diesem Frühjahr zum ersten Mal in New York war, war ich besonders gespannt auf das Setting des Romans. Gleichzeitig bin ich jemand, der einen gewissen Abstand zu einem Buch-Hype manchmal ganz angenehm findet. So kann ich ein Buch erst einmal für sich selbst entdecken, bevor ich es aufgrund des Hypes beurteile.

Mid Year Book Freakout Tag 2026

Der Mid Year Book Freakout Tag ist mittlerweile eine kleine Tradition in der Book-Community. Er gehört zu den beliebtesten Buch-Tags überhaupt und lädt Leser:innen dazu ein, zur Jahresmitte Bilanz über ihr bisheriges Lesejahr zu ziehen.
Entstanden ist der Tag ursprünglich in der Young-Adult- und Fantasy-Bubble. Da ich jedoch fast ausschließlich Literary Fiction lese, wird mein Mid Year Book Freakout Tag 2026 etwas anders aussehen. Eher Familiengeschichten, queere Literatur, James Baldwin und natürlich einige Bücher, über die ich dieses Jahr bereits ausführlich auf dem Blog geschrieben habe.

Diese queeren Romane haben mich am meisten bewegt

Natürlich können und sollten queere Bücher das ganze Jahr über gelesen werden. Trotzdem liebe ich thematische Lesemonate. Und welcher Zeitpunkt eignet sich besser für queere Literatur als der Pride Month? Queere Geschichten helfen uns, unterschiedliche Lebensrealitäten kennenzulernen. Sie zeigen, dass queere Menschen schon immer existiert haben und immer existieren werden. Unabhängig davon, welche politischen Debatten oder gesellschaftlichen Rückschritte gerade stattfinden.

Hundesohn Rezension: Ein Roman zwischen Grindr, Religion und Sehnsucht

Anfangs war ich vor allem wegen des markanten Covers auf die Geschichte gespannt. Doch schnell wurde klar, dass hier vor allem die Sprache im Mittelpunkt steht. Selten hat sich ein Roman für mich gleichzeitig so roh, poetisch und modern angefühlt wie Hundesohn von Ozan Zakariya Keskinkılıç.
Da mich der Text noch lange nach dem Lesen beschäftigt hat, wollte ich meine Gedanken in dieser Hundesohn Rezension niederschreiben.

Das gelbe Haus Rezension: Mieko Kawakamis eindringlicher Roman über Geld, Freundschaft und Überleben

Als ich Das gelbe Haus von Mieko Kawakami gelesen habe, war mir schnell klar, dass dieser Roman vor allem durch eines funktioniert: sein Setting. Ein Tokio, das man so selten sieht. Kein glitzerndes Großstadtklischee, sondern ein von Armut geprägtes Nachtleben, in dem gearbeitet, überlebt und konstant improvisiert wird. Genau hier setzt Kawakami an und erzählt eine Geschichte, die sich weniger wie ein klassischer Aufstieg anfühlt, sondern eher wie ein permanentes Aushandeln von Möglichkeiten.

​​Die besten Bücher 2025: 8 Romane und Memoirs die beeindrucken

Mein Lesejahr 2025 war eines meiner besten überhaupt. Ich habe so viel gelesen wie seit Beginn der Pandemie nicht mehr. Der Fokus lag klar auf literarischer Fiction, ergänzt durch einige Memoirs und wenige Sachbücher. Die folgenden Bücher gehören alle zu meinen persönlichen Highlights. Jedes davon hat mich auf seine eigene Weise überzeugt. Es sind die Bücher, die ich mit fünf Sternen bewertet habe, über die ich in meinem Umfeld immer wieder spreche und über die ich auch nach dem Lesen noch lange nachgedacht habe.

Das Land der Anderen Trilogie: Leïla Slimanis große Reihe über Identität, Kolonialismus und Familie

Leïla Slimani. Eine Autorin, die ihre Familiengeschichte angeht. Die Werke von Leïla Slimani begleiten mich schon seit einigen Jahren. Ihre Romane haben eine besondere Fähigkeit: Sie schauen dorthin, wo es unbequem wird. In vielen ihrer Bücher geht es um häusliche Räume, familiäre Dynamiken und die Spannungen innerhalb von Beziehungen. Slimani scheut dabei auch vor Tabuthemen nicht zurück.