Berudite

Leïla Slimani Bücher: Die richtige Reihenfolge und womit du beginnen solltest

Leïla Slimani gehört zu den wenigen Autorinnen, von denen ich inzwischen die komplette Bibliografie gelesen habe. Das kommt bei mir selten vor. Doch Leïla Slimani Bücher besitzen etwas, das mich jedes Mal aufs Neue fesselt. Ihre Sprache ist präzise und elegant, gleichzeitig beobachtet sie Menschen mit einer eigenen Ehrlichkeit. Sie beschreibt Beziehungen, Familie, Sexualität und Macht auf ihre feinfühlige Weise. Was ihre Bücher verbindet, ist ihr Blick für das Unbequeme: häusliche Räume, familiäre Dynamik und die Spannungen innerhalb von Beziehungen. Vor Tabuthemen wie Sexualität oder gesellschaftlicher Doppelmoral scheut sie dabei nie zurück.

Diese queeren Romane haben mich am meisten bewegt

Natürlich können und sollten queere Bücher das ganze Jahr über gelesen werden. Trotzdem liebe ich thematische Lesemonate. Und welcher Zeitpunkt eignet sich besser für queere Literatur als der Pride Month? Queere Geschichten helfen uns, unterschiedliche Lebensrealitäten kennenzulernen. Sie zeigen, dass queere Menschen schon immer existiert haben und immer existieren werden. Unabhängig davon, welche politischen Debatten oder gesellschaftlichen Rückschritte gerade stattfinden.

Hundesohn Rezension: Ein Roman zwischen Grindr, Religion und Sehnsucht

Anfangs war ich vor allem wegen des markanten Covers auf die Geschichte gespannt. Doch schnell wurde klar, dass hier vor allem die Sprache im Mittelpunkt steht. Selten hat sich ein Roman für mich gleichzeitig so roh, poetisch und modern angefühlt wie Hundesohn von Ozan Zakariya Keskinkılıç.
Da mich der Text noch lange nach dem Lesen beschäftigt hat, wollte ich meine Gedanken in dieser Hundesohn Rezension niederschreiben.

Das gelbe Haus Rezension: Mieko Kawakamis eindringlicher Roman über Geld, Freundschaft und Überleben

Als ich Das gelbe Haus von Mieko Kawakami gelesen habe, war mir schnell klar, dass dieser Roman vor allem durch eines funktioniert: sein Setting. Ein Tokio, das man so selten sieht. Kein glitzerndes Großstadtklischee, sondern ein von Armut geprägtes Nachtleben, in dem gearbeitet, überlebt und konstant improvisiert wird. Genau hier setzt Kawakami an und erzählt eine Geschichte, die sich weniger wie ein klassischer Aufstieg anfühlt, sondern eher wie ein permanentes Aushandeln von Möglichkeiten.

​​Die besten Bücher 2025: 8 Romane und Memoirs die beeindrucken

Mein Lesejahr 2025 war eines meiner besten überhaupt. Ich habe so viel gelesen wie seit Beginn der Pandemie nicht mehr. Der Fokus lag klar auf literarischer Fiction, ergänzt durch einige Memoirs und wenige Sachbücher. Die folgenden Bücher gehören alle zu meinen persönlichen Highlights. Jedes davon hat mich auf seine eigene Weise überzeugt. Es sind die Bücher, die ich mit fünf Sternen bewertet habe, über die ich in meinem Umfeld immer wieder spreche und über die ich auch nach dem Lesen noch lange nachgedacht habe.

Das Land der Anderen Trilogie: Leïla Slimanis große Reihe über Identität, Kolonialismus und Familie

Leïla Slimani. Eine Autorin, die ihre Familiengeschichte angeht. Die Werke von Leïla Slimani begleiten mich schon seit einigen Jahren. Ihre Romane haben eine besondere Fähigkeit: Sie schauen dorthin, wo es unbequem wird. In vielen ihrer Bücher geht es um häusliche Räume, familiäre Dynamiken und die Spannungen innerhalb von Beziehungen. Slimani scheut dabei auch vor Tabuthemen nicht zurück.

Call Me by Your Name – Buchrezension & Analyse des queeren Kultromans

Eine lange Zeit dachte ich, Call Me by Your Name zu lesen sei fast schon ein Klischee – besonders als queere Person. Vielleicht kennst du das Gefühl: Ein Buch wird überall gefeiert, vor allem in queeren Kreisen, und man fragt sich, ob einen die Geschichte wirklich berühren wird oder ob es sich einfach nur um einen Hype handelt.